Wie alles begann

Mein Umdenken begann, ohne es zuerst bemerkt zu haben, am ersten Weihnachtsfeiertag 2015.
Ich hatte eine Unterhaltung mit meiner ältesten Tochter, die in den letzten Monaten sehr viel abgenommen hatte. Das Zauberwort war LowCarb ....
Davon gehört hatte ich schon einige Male, aber wie ich schon sagte, habe ich mich nicht mehr mit dem Thema Diäten auseinander gesetzt, und daher hatte ich auch keine große Ahnung davon, was es eigentlich bedeutete. Als meine Tochter dann meinte, das ich nichts Süßes mehr essen kann, kein Brot, keine Kartoffeln, Reis oder meine geliebten Nudeln, war das Thema eigentlich schon für mich durch. Ich kannte schließlich mein Durchhaltevermögen und das sagte ich ihr auch. Ich weiß bis heute nicht, ob es ihr Blick war, der Unterton in ihren Worten, oder einfach ihr Unmißverständniss, aber die folgenden Worte aus ihrem Mund, hallten noch Tage später nach:  
Wenn man etwas will, dann schafft man das auch !!!
Sie hatte den Nagel auf den Kopf getroffen, wie ich nun so langsam merkte.

Erst Anfang Januar informierte ich mich mittels des Internets über das Thema LowCarb. Ich muß zugeben, ich war nicht so begeistert über das, was ich da laß, denn all das was ich so gerne aß, stand dort unter den "verbotenen" Lebensmitteln.
  • Beilagen ( Nudeln, Kartoffeln, Reis )
  • Brot und Backwaren
  • Milchprodukte
  • Süße Getränke
  • Nasch-Sachen
  • Obst
Dagegen war die Liste der "erlaubten" Lebensmitteln sehr unatracktiv. 
  • Fleisch
  • Fisch
  • Gemüse
  • Salate
  • Eier
  • Öle und Fette
  • Mineralwasser
  • Light und Zero Getränke

Das reichte mir auch schon für den ersten "Informationstag" und ich widmete mich wieder anderen Dingen. Am nächsten Tag schaute ich mir weitere Seiten an, ich wollte schauen, ob auch überall das selbe stand und ich die Sachen wirklich nicht mehr essen durfte. Leider war es so und das ermutigte mich nicht wirklich.

Mein Freund Stefan habe ich es eigentlich zu verdanken, das ich das Thema nicht direkt abgewunken habe, denn einige Tage zuvor hatte er mir ein interessantes YouTube Video geschickt, in dem eine LowCarb Pizza zubereitet wurde. Ich entschied mich einfach, diese mal nachzubacken und zu schauen, ob eine Pizza ohne richtigen Boden überhaupt schmeckt. Leute ..... Ich war überrascht!!! Ok, heute würde ich sagen, sie ist mir nicht so gut gelungen, denn der Boden war sehr weich und hing am Backpapier fest, der Belag paßte auch nicht wirklich und sie war auch Geschmacklich um weiten nicht so gut, wie sie heute ist! Aber ich fand sie damals mega mega lecker ......
Das war der erste Schritt in eine für mich nicht greifbare Zukunft! 

In den folgenden Tagen versuchte ich noch andere Rezepte und die meisten schmeckten mir. Und dann kam der Tag X ..... Es war der 26.01.2016, ich saß vor einem leeren Blatt Papier und überlegte, was ich am nächsten Tag einkaufen mußte. Der Zettel füllte sich und zuletzt wollte ich meine üblichen Getränke aufschreiben, als mir ein Gedanke kam: Ich habe jetzt fast 2,5 Wochen lang sehr oft LowCarb Rezepte ausprobiert, Eiweiß und Saatenbrot getestet, weniger genascht und 2kg abgenommen. Wenn ich jetzt noch das süße Colazeugs weggelassen hätte, wieviele Kilos hätten das wohl sein können??????

Ich hielt inne.... Keine süßen Getränke mehr? Ich haßte Mineralwasser und Tee war auch nicht so mein Ding, jedenfals nicht ohne Zucker und als Dauergetränk. Light und Zerosachen fand ich auch nicht so dolle, ich hatte immer den Eindruck, das sie beim schlucken im Hals bremsten und ich hatte immer so nen komischen Nachgeschmack. Und dann kamen die Worte meiner Tochter wieder zum Vorschein: Wenn man etwas will, dannschafft man das auch !!! 

Als ich am nächsten Morgen zum Einkaufen ging und in der Getränkeabteilung stand, nahm ich ein Seckerpack Mineralwasser und eine 1,5L Flasche Apfelsaft mit und ging an meinen geliebten Flaschen Cola-Mix vorbei, ohne das ich nur einen Moment mit ihnen liebäugelte. Ich hatte nämlich einen Gedanken im Kopf: Was ich nicht zuhause habe, das kann ich auch nicht trinken.


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